Braunkolbiger Braun-Dickkopffalter

Thymelicus sylvestris (Poda, 1761)

Flugzeit Falter:
Ende Mai bis August
in einer Generation
Auftreten Raupe:
Mitte Juli bis Ende Juni
die Art überwintert als Jungraupe in einem Kokon

Braunkolbiger Braun-Dickkopffalter Thymelicus sylvestris Wir flattern auf wirflatternauf heimische Tagfalter Österreich
Braunkolbiger Braun-Dickkopffalter Thymelicus sylvestris Wir flattern auf wirflatternauf heimische Tagfalter Österreich
Braunkolbiger Braun-Dickkopffalter Thymelicus sylvestris Wir flattern auf wirflatternauf heimische Tagfalter Österreich

© Martin Borovansky

Braunkolbiger Braun-Dickkopffalter Thymelicus sylvestris Wir flattern auf wirflatternauf heimische Tagfalter Österreich

© Martin Borovansky

Braunkolbiger Braun-Dickkopffalter Thymelicus sylvestris Wir flattern auf wirflatternauf heimische Tagfalter Österreich

Raupe
© Bruno Brudermann


Nahrungspflanzen Raupen

verschiedene Gräser wie Rispengras, Trespen, Schwingel, 
Honiggräser,  Wiesen-Lieschgras, Wald-Zwenke


Lebensraum

Magerwiesen, Böschungen, Straßenränder, extensiv 
bewirtschaftetes Grasland, Schotterwege, Dämme, 
Waldlichtungen, Kahlschläge, Steinbrüche

Wissenswertes 

Der Braunkolbige Braun-Dickkopffalter hat kräftig orangebraun gefärbte Flügeloberseiten, deren Flügeladern kontrastreich erkennbar sind. Die Männchen haben zudem einen länglichen und gebogenen Duftschuppenstrich. Der Flügelrand ist dunkelbraun. Vom sonst sehr ähnlichen Schwarzkolbigen Braun-Dickkopffalter ist er anhand der rotbraunen Farbe an der Unterseite der Fühlerspitzen zu unterscheiden. Besonders gern trinken die Falter den Nektar von Flockenblumen, sie besuchen aber auch andere Blüten, darunter Acker-Kratzdistel, Rotklee, Kartäuser-Nelke, Witwenblumen und Dost. In trockenen Sommern können sich zahlreiche Individuen an feuchten Wegstellen aufhalten, um Wasser und Mineralien aufzunehmen. Beide Geschlechter fliegen am Tag und sind bei Sonnenschein besonders agil. Die Männchen zeigen typisches Balzverhalten und verjagen Nebenbuhler aus ihrem Revier. Dieses wird meist von einer höheren Warte aus (z.B. einem besonders hohen Grasstängel) genau beobachtet. 

 

Thymelicus sylvestris benötigt zur Eiablage und Larvalentwicklung ungemähte und nicht beweidete Magerrasen. Diese finden daher überwiegend in ungenutzten Saumstrukturen statt. Die Weibchen legen ihre Eier an verschiedenen Gräsern ab, wobei sie jeweils mehrere von ihnen in Blattscheiden pressen. Die Raupe geht recht früh in die Überwinterung und frisst bis dahin nur noch wenig. Sie fertigt einen kleinen Überwinterungskokon an. Im Frühjahr nimmt sie schnell an Größe zu und verpuppt sich im Mai. Die grüne Puppe wird offen mit einigen Fäden, meist im unteren Teil eines Grasbüschels an einem Blatt befestigt. Die Puppenruhe dauert etwa 3 Wochen.

Namenserklärung

Herkunft: thaumas 'griechischer Vater der Harpyien'
im Englischen: Small Skipper
weitere Namen: Ockergelbe Braun-Dickkopffalter

Weblinks

https://lepiforum.org/wiki
https://www.euroleps.ch/
http://www.natur-in-nrw.de
https://nrw.nabu.de/

Literatur

Ebert, G. (Hrsg.) (1993): 
Die Schmetterlinge Baden-Württembergs. Band 2: Tagfalter II (Satyridae, Libytheidae, Lycaenidae, Hesperiidae) - Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 416