Heilziest-Dickkopffalter

Muschampia floccifera (Zeller, 1847) 

Flugzeit Falter:
Mitte Mai bis Mitte September
in ein bis zwei Generationen
Auftreten Raupe
Juli bis April
die Art überwintert als Raupe

Heilziest-Dickkopffalter Muschampia floccifera Wir flattern auf wirflatternauf heimische Tagfalter Österreich

Weibchen

Heilziest-Dickkopffalter Muschampia floccifera Wir flattern auf wirflatternauf heimische Tagfalter Österreich

Männchen

Heilziest-Dickkopffalter Muschampia floccifera Wir flattern auf wirflatternauf heimische Tagfalter Österreich

Weibchen

Heilziest-Dickkopffalter Muschampia floccifera Wir flattern auf wirflatternauf heimische Tagfalter Österreich

Männchen


Nahrungspflanzen Raupen

Heilziest


Lebensraum

wechseltrockene, niedrigwüchsige Au-, Streu- und 
Feuchtwiesen

Wissenswertes

Diese stark gefährdete kleine Tagfalterart sieht mit ihren marmorierten Flügeloberseiten dem Malven-Dickkopffalter sehr ähnlich. Zur Unterscheidung kann der zentrale weiße Fleck auf der Hinterflügeloberseite herangezogen werden. Muschampia floccifera ist sehr anspruchsvoll und besiedelt wechseltrockene Streuwiesen mit guten Beständen der Wirtspflanze Heilziest. Sehr wichtig sind in den Habitaten gut besonnte, schwachwüchsige und lückige Stellen, die zur Eiablage genutzt werden und für die Reproduktion der Art unerlässlich sind. Häufig sind dies Grabenränder oder mineralische Kuppen im Übergang zum Borstgrasrasen. Nicht genutzt werden dagegen stark verfilzte und eingewachsene Bestände des Heilziests. Wichtig ist, dass in einer Zeit gemäht wird, in welcher möglichst nur mobile Stadien vorhanden sind, also am besten am Anfang der Falterflugzeit und nicht nach Mitte September, weil die Raupen dann inaktiv sind. Während nicht mobile Stadien (Eier, Puppen und diapausierende Raupen im Überwinterungsgehäuse) des Heilziest-Dickkopffalters eine Mahd kaum überstehen können, ohne abtransportiert oder durch Räder und Mähwerk eliminiert zu werden, sind aktive Raupen grundsätzlich in der Lage, eine Mahd zu überleben. Die Falter zeigen einen charakteristischen hüpfenden und schwirrenden Flug. Heilziest, Kuckucks-Lichtnelke, Wiesen-Flockenblume, Hornklee, Rotklee und andere Pflanzen dienen ihnen als Nektarquelle.


Das Weibchen legt die Eier meistens auf die Blattoberseite von bodennahen Rosetten-Blättern, seltener auch an Stängelblätter oder in die Blüte des Heilziests, auch Echte Betonie genannt. Die Raupen fertigen aus Blättern eine Blattröhre an, in der sie fressen. Im Laufe ihres Wachstums erstellt sie immer größere Blattgespinste, worin sie sich schließlich verpuppt.

Namenserklärung

Herkunft: altheae 'Althaea Eibisch'
im Englischen: tufted skipper 
weitere Namen: Eibischfalter, Betonien-Dickkopffalter

Weblinks

https://lepiforum.org/
https://www.euroleps.ch/
http://www.pyrgus.de/
http://www.carcharodus.ch/
https://portal-cdn.scnat.ch/

Literatur

Ebert, G. (Hrsg.) (1993):
Die Schmetterlinge Baden-Württembergs. Band 2: Tagfalter II (Satyridae, Libytheidae, Lycaenidae, Hesperiidae) - Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 458

 

Settele, J. et al. (2015): 

Schmetterlinge – Die Tagfalter Deutschlands, Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart, 36

 

Pro Natura (Hrsg.) (1997): 

Schmetterlinge und ihre Lebensräume. Schweiz und angrenzende Gebiete. Band 2 73, 113