Malven Dickkopffalter

Carcharodus alceae (Esper, [1780])

Flugzeit Falter:
April bis Oktober
in bis zu drei Generationen
Auftreten Raupe:
April bis Juni, Mitte Juli bis Mitte März
die Art überwintert als ausgewachsene Raupe

Malven Dickkopffalter Carcharodus alceae Wir flattern auf wirflatternauf heimische Tagfalter Österreich
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© Martin Borovansky

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Nahrungspflanzen Raupen

Moschus-Malve, Rosen-Malve, Echter Eibisch, Gewöhnliche 
Stockrose, Garten-Malve, Weg-Malve, Wilde Malve


Lebensraum

trockenwarme Offenlandlebensräume: Trockenrasen, Dämme, 
und Böschungen, Wegränder, Steinbrüche, Ruderalflächen, 
Parks, Gärten und Weinberge

Wissenswertes

Der Malven-Dickkopffalter ist sehr auf Wärme angewiesen und besiedelt sonnige, trockene, offene, blütenreiche Biotope. Als einzige heimische Dickkopffalterart ist er auch regelmäßig im Siedlungsgebiet anzutreffen. Naturnahe, blütenreiche Gärten, die ohne Chemie bewirtschaftet werden, können ihm geeignete Lebensräume bieten. Falterbeobachtungen in der freien Natur sind schwierig, weil sie im rasanten, unstetigen Flug ziemlich nahe am Boden durch ihr Einzugsgebiet fliegen. Hat man einen Falter entdeckt, verliert man ihn schnell wieder aus dem Blickfeld, da er mit seiner Farb- und Musterkombination der Flügel hervorragend getarnt ist und mit seiner Umgebung zu verschmelzen scheint. Am besten kann man die Schmetterlinge beim Blütenbesuch betrachten. Falls man ein Weibchen an einem geschützten, warmen, sonnigen, mit Malven- oder anderen Blütenpflanzen-Standort bemerkt, kann man damit rechnen, dass eine Eiablage an Malven, die in der Nähe stehen, erfolgt ist. Die männlichen Falter können manchmal dabei beobachtet werden, wie sie ihre Flügel unter die Brustebene absenken, um ihren Hinterleib zu heben. Die Falter saugen gerne an den Blüten der Moschus-Malve. Andere Nektarpflanzen, die von ihnen besucht werden und die in der Literatur genannt werden sind: Natternkopf, Heilziest, gelbe und violette Schmetterlings- und Korbblütler und Löwenzahn.

 

Zur Eiablage bevorzugen die Weibchen Malven, insbesondere Moschus-Malven, häufig auch Rosen-Malven und Wilde Malven, immer wieder auch Weg-Malven und sicher noch weitere Arten der Gattung, oft aber auch Arten der Gattungen Althaea wie Stockrosen und Eibisch. Die etwa 100 Eier werden vom Weibchen einzeln an der Blattunterseite oder an anderen Pflanzenteilen der Raupennahrungspflanzen abgelegt. Die Raupen leben als fast einzige europäische Dickkopffalter-Art praktisch ausschließlich an Malvengewächsen. Sie kriechen zum Blattrand, wo sie ein Blatt „einreißen“ und zum Schutz einen dem Lavalstadium entsprechend großen, angesponnenen Blattumschlag anfertigen, in dem sie sich tagsüber verstecken können. Die Verpuppung findet in losen Gespinsten ihrer Blattbehausungen statt.

Namenserklärung

Herkunft: nach der Rosen-Malve 'malva alcea' benannt
im Englischen: Mallow Skipper

Weblinks

https://lepiforum.org/wiki
https://www.euroleps.ch/
https://www.natur-in-nrw.de
https://www.zobodat.at/
https://www.bluehendesoesterreich.at/

Literatur

Ebert, G. (Hrsg.) (1993): 
Die Schmetterlinge Baden-Württembergs. Band 2: Tagfalter II (Satyridae, Libytheidae, Lycaenidae, Hesperiidae) - Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 451