Rostfarbiger Dickkopffalter

Ochlodes sylvanus (Esper, [1777])

Flugzeit Falter:
Mai bis September
in einer Generation
Auftreten Raupe:
Ende Juli bis Anfang Juni
die Art überwintert als Raupe im vorletzten Stadium

Rostfarbiger Dickkopffalter Ochlodes sylvanus Wir flattern auf wirflatternauf heimische Tagfalter Österreich
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Rostfarbiger Dickkopffalter Ochlodes sylvanus Wir flattern auf wirflatternauf heimische Tagfalter Österreich
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Kopula
© Petra Laschkolnig

Rostfarbiger Dickkopffalter Ochlodes sylvanus Wir flattern auf wirflatternauf heimische Tagfalter Österreich

Puppe
© Bruno Brudermann

Rostfarbiger Dickkopffalter Ochlodes sylvanus Wir flattern auf wirflatternauf heimische Tagfalter Österreich

Raupe
© Bruno Brudermann


Nahrungspflanzen Raupen

Rohr-Schwingel, Wolliges Honiggras, Pfeifengras, Gewöhnliches 
Knäulgras, Rotes Straußgras, Wiesen-Lieschgras, 
Wiesen-Rispengras und andere hochwertige Süßgräser


Lebensraum

Waldränder, Hecken, Feuchtwiesen, Trockenwiesen, Waldwege,
Böschungen, Ufergebiete, Gärten, Kiesgruben, Steinbrüche, 
lückige Schilfgebiete, verbuschendes Grasland
und Ruderalflächen

Wissenswertes

Der Name dieses Falters wurde sehr treffend gewählt, denn die Oberseiten seiner Flügel haben eine rostbraune Grundfärbung mit breitem braunem Rand und auffälligen Flügeladern. Diese Art zählt zu den Dickkopffaltern, die eine auffällige Ruhehaltung haben, indem sie ihre Vorderflügel über die Hinterflügel schieben und nach oben strecken. Sie besiedelt lichte Lebensräume mit ungemähten Süßgrasbeständen, welche die Raupennahrung darstellen. Wichtig ist, dass sie möglichst naturbelassen sind. Das Männchen patrouilliert auf der Suche nach Weibchen vor allem am Morgen von warmen sonnigen Tagen entlang von Saumstrukturen, die als Eiablageort geeignet sind. Finden die Männchen an diesen Stellen kein Weibchen, sitzen sie nachmittags auf geschützten, sonnigen Ansitzwarten auf hohen Gräsern oder auf Blüten hoher Stauden und warten dort auf Weibchen. Andere Männchen werden aggressiv vertrieben, während der Revierbesitzer anschließend wieder zu seiner Ansitzwarte zurückkehrt. Die Falter besuchen Blüten und saugen vor allem an Kratzdisteln, Witwenblumen, Tauben-Skabiosen, Vogel-Wicken oder Natternkopf, oft auch an Goldrute.

 

Die Eier werden vom Weibchen an der Blattunterseite von Gräsern angelegt. Die Raupen bauen sich durch Zusammenziehen der Blattränder mit Seidenfäden eine Blattröhre, in der das Grasblatt gefressen wird. In der Regel erfolgt die Überwinterung als halbwüchsige Raupe in einer Überwinterungsröhre.

Namenserklärung

Herkunft: silvanus 'altlatinscher Waldgott'
im Englischen: Large Skipper

Weblinks

https://lepiforum.org/wiki
https://www.euroleps.ch/
https://www.natur-in-nrw.de
https://nrw.nabu.de/

Literatur

Ebert, G. (Hrsg.) (1993): 
Die Schmetterlinge Baden-Württembergs. Band 2: Tagfalter II (Satyridae, Libytheidae, Lycaenidae, Hesperiidae) - Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 438