Roter Würfeldickkopffalter 

Spialia sertorius (Hoffmannsegg, 1804)

Flugzeit Falter:
Mai bis September
in ein bis zwei Generationen
Auftreten Raupe:
Mitte Mai bis Mitte Juli, August bis Ende April
die Art überwintert als Jungraupe

Roter Würfeldickkopffalter Spialia sertorius Wir flattern auf wirflatternauf heimische Tagfalter Österreich

© Ruperl Hafner

Roter Würfeldickkopffalter Spialia sertorius Wir flattern auf wirflatternauf heimische Tagfalter Österreich

© Marianne Sodek

Roter Würfeldickkopffalter Spialia sertorius Wir flattern auf wirflatternauf heimische Tagfalter Österreich

© Ruperl Hafner

© Christian Wende

© Christian Wende

Roter Würfeldickkopffalter Spialia sertorius Wir flattern auf wirflatternauf heimische Tagfalter Österreich

© Burkhard Leitner


Nahrungspflanzen Raupen

 Kleiner Wiesenknopf


Lebensraum

Trocken- und Halbtrockenrasen, steinige Bereiche,
Magerwiesen und –weiden, entlang von Wegen oder 
Böschungen, Bereichen mit offenen Bodenstellen, die 
ein  passendes, trockenheißes Mikroklima bieten

Wissenswertes

Der Rote Würfel-Dickkopffalter ist die kleinste Würfel-Dickkopffalter Art und auf trockene, lückig bewachsene Biotope angewiesen. Auf den Vorderflügeln befindet sich eine gleichmäßige Reihe von sogenannten "Submarginalflecken", Die Hinterflügelunterseiten sind beim Männchen kräftig rotbraun. Die Falter sind eifrige Blütenbesucher, finden sich aber oft auch gemeinsam mit Bläulingen an feuchten Bodenstellen zum Saugen ein. Die Männchen besetzen Sitzwarten auf Steinen, Pflanzen oder anderen erhöhten Punkten und verfolgen von dort aus vorbeifliegende Falter, um anschließend zum Sitzplatz zurückzukehren. Während die Raupe ausschließlich am Kleinen Wiesenknopf frisst, dient den adulten Faltern eine Vielzahl blühender Pflanzen als Nektarquelle.

 

Die Eiablage am Kleinem Wiesenknopf erfolgt an trockenen, voll besonnten Stellen. Auch über nacktem Kalkfels oder Kalkschotter stehende Pflanzen werden gern belegt. Die Ränder eines Fiederblättchens werden von der frisch geschlüpften Raupe nach oben geklappt und zu einer einfachen Tüte versponnen. Erst später spinnt die Raupe aus mehreren Blättern eine größere Blatttüte, in der sie auch überwintert und später verpuppt.

Namenserklärung

Herkunft: k.A.
im Englischen: Red Underwing Skipper

Weblinks

https://lepiforum.org/wiki
https://www.euroleps.ch/

Literatur

Ebert, G. (Hrsg.) (1993): 
Die Schmetterlinge Baden-Württembergs. Band 2: Tagfalter (Satyridae, Libytheidae, Lycaenidae, Hesperiidae) - Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 465

Heiko Bellmann (2016): 

Der Kosmos Schmetterlingsführer - Schmetterlinge, Raupen und Nahrungspflanzen, Franckh-Kosmos Verlag, Stuttgart, 110

 

Settele, J. et al. (2015): 

Schmetterlinge – Die Tagfalter Deutschlands, Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart, 28