Zweibrütiger Würfel-Dickkopffalter

Pyrgus armoricanus (Oberthür, 1910)

Flugzeit Falter:
Mai bis Oktober
in bis zu drei Generationen
Auftreten Raupe:
Mai bis Mitte Juli, Ende August bis Anfang Mai
die Art überwintert als Raupe im vorletzten Stadium

Zweibrütiger Würfel-Dickkopffalter Pyrgus armoricanus Wir flattern auf wirflatternauf heimische Tagfalter Österreich
Zweibrütiger Würfel-Dickkopffalter Pyrgus armoricanus Wir flattern auf wirflatternauf heimische Tagfalter Österreich

© Christoph Winter

Zweibrütiger Würfel-Dickkopffalter Pyrgus armoricanus Wir flattern auf wirflatternauf heimische Tagfalter Österreich
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Nahrungspflanzen Raupen

Fingerkraut-Arten, Erdbeere, Sonnenröschen


Lebensraum

Trocken- und Magerrasen mit kurzer Vegetation und 
freien Bodenstellen

Wissenswertes

Beim Zweibrütigen Würfel-Dickkopffalter ist die Zahl der Generationen sehr witterungsabhängig. Gerade in günstigen Jahren fliegt der Falter in einer dritten Generation bis weit in den Herbst hinein. Die Art besiedelt nur sehr spärlich bewachsene Kalk-Magerrasen, wo Fingerkraut-Pflanzen frei auf dem Boden anliegen können, oder von Moos umgeben sind, auch trockene, südexponierte Böschungen. Pyrgus armoricanus kann vor allem mit anderen Vertretern des Pyrgus-alveus-Komplexes verwechselt werden. Neben Hinweisen durch Meereshöhe, Flugzeit, Kenntnis der Gebietsverhältnisse, Faltergröße und weiteren morphologischen Details lässt sich Pyrgus armoricanus meist nur durch Genitaluntersuchung zweifelsfrei feststellen. Als Nektarpflanzen dienen dem Falter z.B. Wiesen-Flockenblume, Hornklee, Weiß-Klee, Habichtskraut oder Hahnenfuß. 

 

Innerhalb der Falterhabitate kommt es an meist besonders flachgründigen oder sonstigen exponierten Stellen mit zumindest etwas lückiger Vegetation zur Eiablage. Die Weibchen legen die Eier meist um die Mittagszeit einzeln an der Blattunterseite der Raupennahrungspflanzen ab. Die Raupen fressen an verschiedenen Fingerkraut-Arten und leben in einem "Zelt" aus zusammengesponnenen Blättern in der Moosschicht um die Nahrungspflanzen. Der Kot wird weit weggeschossen. Sie können im 2. bis 4. Larvenstadium überwintern und beginnen bereits an den ersten warmen Tagen im Frühjahr mit dem Fressen. Die Puppe ruht in einem konkonähnlichen Gespinst zwischen Blättern.

Namenserklärung

Herkunft: k.A.
im Englischen: Oberthür's Grizzled Skipper
weitere Namen: Mehrbrütiger Würfel-Dickkopffalter, Zweibrütiger Puzzlefalter

Weblinks

https://lepiforum.org/wiki
https://www.euroleps.ch/
http://www.pyrgus.de/

Literatur

Ebert, G. (Hrsg.) (1993): 
Die Schmetterlinge Baden-Württembergs. Band 2: Tagfalter II (Satyridae, Libytheidae, Lycaenidae, Hesperiidae) - Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 480

Settele, J. et al. (2015): 

Schmetterlinge – Die Tagfalter Deutschlands, Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart, 30